Veranstaltungen 2013

Ein Überblick über die Veranstaltungen der Inititiative Minderheiten Tirol im Jahr 2013.


Musikalisch-kulturelle Begegnungen am ersten Romaball

ROMA Ball Flugblatt.mit logos.21.11.Romaball
Samstag, 19. Jänner, Beginn: 20:00 Uhr, Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck
Musik: Balkan Fratelli, Roma Mischi Band
Foyer: Empfang, Infos, Ausstellung, Tombola
Atrium: Essensstände: Romaspezialitäten aus Ungarn, Serbien, Slowakei und Österreich
Villa: Straßenmusikanten und Sektbar, Caipirinha-Bar
1.Stock: Balkandisco und Kuchenbuffet
Einlagen: Flamencogruppe, Pantomime Gruppe, Stelzengeher…

Eine Kooperationsveranstaltung von Pax Christi, Haus der Begegnung, Roma-Plattform Tirol und Initiative Minderheiten.


Filmvorführung mit Impulsreferat und Diskussionsrunde

Mama Illegal - ein Film von Ed MoschitzFilmabend mit Diskussion: „Mama Illegal“
Freitag, 1. März 2013, 19:00 Uhr, Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck

Der Film „Mama Illegal“ thematisiert anhand von drei Biografien die Lebensumstände und Arbeitsverhältnisse illegalisierter Migrantinnen, die in der Hausarbeit und im Pflegebereich tätig sind.

Über diesen Film: „Sie leben unter uns und bleiben dennoch unsichtbar. Sie putzen unser Klo, machen unsere Betten und pflegen unsere Eltern. Wir lassen sie in unser Haus, doch kaum jemand kennt ihre Geschichte. Drei Mütter verlassen die bittere Armut Moldawiens, um illegal in Österreich und Italien als Putzfrauen zu arbeiten. Während diese Frauen getrennt von ihren Familien und ihrer Heimat dem Traum von einem besseren Leben folgen, wachsen ihre Kinder alleine auf.

„Mama Illegal“ zeichnet sieben Jahre im Leben der drei Frauen nach. Die Kamera ist bei Schicksalsschlägen ebenso dabei wie bei Momenten der Freude. Ein Film über den Preis des Traumes von einem besseren Leben. www.mamaillegal.com

Mama Illegal: Österreich 2011 – Ein Film von Ed Moschitz – Langzeitdokumentarfilm – 94 Min. – ab 12 Jahren

Impulsreferat und moderierte Diskussionsrunde mit Mag. Oscar-Thomas-Olalde (Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Innsbruck)

Eine Veranstaltung der Initiative Minderheiten Tirol in Kooperation mit dem Fachreferat Interreligiöser und Interkultureller Dialog – Haus der Begegnung.


Zeitzeuginnengespräch mit Hintergrundinformationen

ZeitzeugInnen-GesprächZeitzeugInnen-Gespräch mit Rita Prigmore
Über die Verfolgung von Roma und Sinti im Nationalsozialismus
Mittwoch, 6. März 2013, 19:00Uhr, Archfem, Zollerstraße 7, Innsbruck

Rita Prigmore ist eine Sintiza aus Würzburg, die als Kind die an ihr durchgeführten Versuche zur Zwillingsforschung unter der Leitung von Dr. Mengele überlebt hat (ihre Zwillingsschwester starb). Ein Großteil ihrer Angehörigen kam in Konzentrationslagern um. Seit den letzten Jahren spricht sie über ihre Geschichte sowohl in Schulen als auch auf Internationalen Tagungen (Berlin, Rom, Sarajevo etc.).
Die Begegnung mit Rita Prigmore – als einer der wenigen noch lebenden ZeitzeugInnen – ist eine wertvolle Möglichkeit, die Verfolgung von Roma und Sinti während des Nationalsozialismus besser verstehen zu lernen sowie auf das Leben von Roma und Sinti heute aufmerksam zu werden, das aktuell durchwegs von Diskriminierung gekennzeichnet ist.

Hintergrundinformationen und Moderation des Gesprächs: Ao. Univ.-Prof.Dr. Erika Thurner (Institut für Politikwissenschaft, Universität Innsbruck, Schwerpunkte: Minderheiten- und Migrations-forschung, Frauengeschichte und feministische Forschung)

Eine Kooperationsveranstaltung von der Gemeinschaft Sant’ Egidio, Initiative Minderheiten Tirol, ArchFem – Interdisziplinäres Archiv für Feministische Dokumentation und AEP – Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft.


 Filmabend und Diskussion mit dem Regisseur

"Gurbet - In der Fremde", Regie: Kenan KilicFilmabend und Diskussion mit dem Regisseur Kenan Kilic
Gurbet – In der Fremde
Mittwoch, 10. April 2013, 19 Uhr, Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck

Der Film „Gurbet – In der Fremde“ erzählt in außergewöhnlich beeindruckender Weise die Geschichten von neun MigrantInnen aus der Türkei. Im Zuge der Anwerbeabkommen mit der Türkei kamen sie ab 1964 als erste Generation von ArbeitsmigrantInnen nach Österreich: „Sie kamen vor 40 Jahren. Ins Land geholt als Arbeitskräfte. Sie wurden Gastarbeiter genannt. (…) Der Abschied von der Heimat war oftmals ein Abschied für immer. 40 Jahre später: In der Türkei sind die Arbeitsmigranten von einst zu Fremden geworden. Doch sind sie in Österreich heimisch geworden? Heute steht die erste Generation ausländischer Arbeitnehmer am Ende ihres Berufslebens. Oder sie sind bereits in Pension. Den wichtigsten Teil ihres Lebens haben sie in Österreich verbracht. Wie haben sie diese Zeit erlebt? Und wie gehen sie mit der für sie jetzt aktuellen Situation um, in der Fremde alt zu werden.“ www.polyfilm.at

Österreich 2008 – Regie: Kenan Kilic – Dokumentarfilm – 93 min

Diskussion mit dem Regisseur Kenan Kilic (Wien) und mit MigrantInnen der nachfolgenden GenerationenDiskussion mit dem Regisseur Kenan Kilic (Wien) und mit MigrantInnen der nachfolgenden GenerationenAnschließend Diskussion mit dem Regisseur Kenan Kilic (Wien) und mit MigrantInnen der nachfolgenden Generationen.
Eine Veranstaltung der Initiative Minderheiten in Kooperation mit dem Fachreferat Interreligiöser und Interkultureller Dialog – Haus der Begegnung.


 Informationsveranstaltung Tiroler Integrationsforum

164944_531189213593668_331616336_nInformationsveranstaltung über das Tiroler Integrationsforum
Dienstag, 23. April 2013, 19:30 Uhr, Begegnungsbogen, Viaduktbogen 37, Innsbruck

Das Tiroler Integrationsforum besteht schon seit über 10 Jahren und ist eine unabhängige Plattform von Privatpersonen sowie von verschiedenen Einrichtungen und Vereinen, die im Migrations- und Flüchtlingsbereich tätig sind. Seit 2012 ist das Tiroler Integrationsforum ein Verein. Das Tiroler Integrationsforum besteht derzeit aus: Caritas Integrationshaus, Diakonie Flüchtlingsdienst, Frauen aus allen Ländern, Haus der Begegnung, Initiative Minderheiten, innovia – Service und Beratung zur Chancengleichheit gemn. GmbH, Integrationsbüro Innsbruck, Privatperson: Andrea Klotz, Verein Multikulturell, ZeMiT – Zentrum für MigrantInnen in Tirol.

Ziel der Informationsveranstaltung war es, das Integrationsforum durch weitere migrantische und/oder fluchtspezifische Initiativen, Vereine und auch Einzelpersonen, die sich zu diesen Themenbereichen engagieren, zu erweitern. Zentrales Anliegen des Integrationsforums ist eine Tirol-weite zielgerichtete Vernetzung von AkteurInnen im Migrations- und Flüchtlingsbereich.


Straßenmusik von Roma: Vortrag und Konzert

Straßenmusik von Roma:
Musikalische Begegnungen & Hintergrundinformationen
Freitag, 30. April 2013, 19:30 Uhr, Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck

Seit vielen Jahren kommen Roma – zumeist Männer – u.a. aus der Slowakei nach Innsbruck und machen auf der Straße Musik oder verkaufen die Tiroler Straßenzeitung 20er. Sie verlassen für einige Wochen oder Monate ihre Dörfer, um hier Geld zu verdienen und damit ihren Familien den Lebensunterhalt zu sichern. Sie haben oft keine anderen Möglichkeiten, denn in den Regionen, aus denen sie kommen, gibt es für sie keine Arbeit.

Einige jener Musiker, für die das Caritas-Integrationshaus eine wichtige Anlaufstelle ist, spielten an diesem Abend aus ihrem Repertoire. Im Vortrag waren Hintergrundinformationen über die Beweggründe für solche Prozesse der Arbeitsmigration und über die soziale Situation von Roma in osteuropäischen Ländern im Mittelpunkt.

Referentin: Patrizia Dorn (Mitarbeiterin im Caritas Integrationshaus, Innsbruck)


Eine Veranstaltung von Initiative Minderheiten Tirol, Fachreferat Interreligiöser und Interkultureller Dialog – Haus der Begegnung und Caritas Integrationshaus.


Konzept, Planung und Mitorganisation des Afrikatags 2013: Motto: Integration wirkt? Theater- und Palaverabend

AfrikatagAfrikatag 2013 – Motto: Integration wirkt?
Theater- und Palaverabend
Freitag, 3. Mai 2013, 18:30 Uhr, Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck

Familie, Arbeitswelt, Politik, Vereine, Bildungsstätten, Religionsgemeinschaften, Gemeinden, Freundschaften, Beziehungen – alle diese Bereiche sind Wirkungsstätten von Integration. Wer aber kann sagen, was Integration wirklich bedeutet? Ist sie der Erwerb von bestimmten Kenntnissen, Fähigkeiten und Einstellungen, um „dazuzugehören“? Wie wirkt sie sich auf die Menschen aus? Sind Menschen integriert, wenn sie sich in einem dieser Bereiche eingebunden fühlen?

Integration steht für ein Für- und Miteinander von Menschen. Angeregt durch ein Theaterstück wurde darüber „palavert“, was Integration heißt und wie sie „wirkt“. Das Theaterstück wurde in vier Teilen als Anregung zur dreiteiligen Diskussionsrunde gespielt. Diese war offen und sehr lebhaft.

Es spielten: Walter Waltz Anyanwu, Innsbruck und Wolfgang Hundegger, Innsbruck.
Anschließend: rhythmusvolle kulturelle Darbietung von Demba Dietta und Co.
Leitung: Univ.Ass.in Dr.in Beate Eder-Jordan (Initiative Minderheiten Tirol) und Mag. Antony Obeng (IGI Tirol).

Eine Veranstaltung von IGI Tirol – Initiative zur gelebten Integration in Kooperation mit Initiative Minderheiten und Haus der Begegnung.


MusikerInnen aus aller Welt in Tirol

Festival der Vielfalt - Gina DuenasFestival der VielfaltEchos der Vielfalt
Donnerstag, 13. Juni 2013, 20.30 Uhr, Treibhaus, Angerzellgasse 8, Innsbruck
Tiroler MusikerInnen aus Kuba, Senegal, der Türkei, Slowakei

  • Demba Diatta (Djembe, Pongo, Gesang)
  • Samet Kandazoglu (Kemence, Gesang)
  • Önder Turan (Baglama, Gesang)
  • Béla Molnár (Geige) und Gabriel Szajko (Akkordeon)
  • Gina Duenas und La Banda del Sol

Eine Veranstaltung von der Abteilung für Musikwissenschaft (Abteilungsbereich Musikalische Volkskunde, Innsbruck) der Universität Mozarteum Salzburg, Initiative Minderheiten, Haus der Begegnung (HdB), Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung (ivk).


Betteln als Menschenrecht!?! Vortrag, Filmvorführung, Diskussion

"Natasha" - ein Film von Ulli GladikBetteln als Menschenrecht!?!
Freitag, 14. Juni 2013, 18:30 Uhr, Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck
Vortrag: Bettelverbote und die Kriminalisierung von armutsbetroffenen Menschen

Lang tradierte Mythen über die sogenannte „Bettelmafia“ dominieren den öffentlichen Diskurs. Seitens politischer Entscheidungsträger_innen werden sie gerne als Hauptargument für Bettelverbote herangezogen, um armutsbetroffene Gruppen aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen. Doch wer sind die bettelnden Menschen und woher kommen sie? Inwiefern ist Betteln in Tirol und anderen Bundesländern strafbar? Wie wirken sich Bettelverbote auf Betroffene aus? Welche Grund- und Menschenrechte sind von Bettelverboten betroffen? Dazu kamen an diesem Abend zwei Aktivistinnen zu Wort, sie informierten über aktuelle Entwicklungen, über die Bettellobby Tirol und ihre Forderungen.

Referentinnen: Mag.a Elisabeth Hussl (Politologin und Mitbegründerin der Bettellobby Tirol); DI Ricarda Kössl (Architektin und Mitbegründerin der Bettellobby Tirol)

Filmvorführung „Natasha“ und Diskussion mit der Regisseurin Ulli Gladik (Wien)

Natasha lebt in einer kleinen Stadt in der Nähe von Sofia/Bulgarien. Um ihre Familie zu ernähren, fährt sie seit drei Jahren mehrmals jährlich nach Österreich um zu betteln. Ulli Gladik, Kamerafrau und Regisseurin in Personalunion, begleitete Natasha und ihre Familie im Zeitraum von fast zwei Jahren. Der Film zeigt Natashas Alltag als Bettlerin in Österreich und die Lebensumstände in ihrer Heimat. (www.natasha-der-film.at)
Ö 2008, Regie: Ulli Gladik, 84 min, Bulgarisch mit deutschen oder englischen Untertiteln, ab 12 Jahren

Eine Veranstaltung der Initiative Minderheiten, der Bettellobby Tirol, des Fachreferats interreligiöser und interkultureller Dialog und des Fachreferats Gesellschaftspolitik/Haus der Begegnung.


Offene Türen“ bei der Initiative Minderheiten: Musik, Film, Begegnung und Austausch

Einladung zum „Krisenfest“:
„Offene Türen“ bei der Initiative Minderheiten im Rahmen des Z6-Straßenfestes
Samstag, 29. Juni 2013, 16:00 bis 20:00 Uhr, Initiative Minderheiten, Jahnstraße 17, Innsbruck
mit Straßenmusik von Roma, Kurzfilmen gegen Rassismus und Fingerfood von Lucy Borotia (Uganda)


BONDEKO – Freundschaft: Begegnung im Rahmen des Afrika-SchwerpunktesBONDEKO – Freundschaft: Begegnung im Rahmen des Afrika-Schwerpunktes

Bondeko – Freundschaft: Raum für Begegnung und Beisammensein, mit Disco und Musik aus aller Welt
Samstag, 10. August 2013, ab 20.00 Uhr, Cafe DeCentral, Hallerstr. 1, Innsbruck
Samstag, 28. September 2013, ab 21.00 Uhr, DeCentral, Hallerstr. 1, Innsbruck

Bondeko (d.h. Freundschaft) ist ein Projekt, das Raum und Zeit für trans-kulturelle Begegnung und Dialog anbietet. Mit diesem Projekt soll ein Beitrag zur Bewusstseinsbildung, zur Stärkung von sozialer Kompetenz und gegenseitigem Respekt sowie zur Aufklärung gegen Rassismus und jede Form von Vorurteilen und Diskriminierung geleistet werden.

Themenschwerpunkt am 10. August 2013: „Musik und Tanz verbindet trans-kulturell“
Themenschwerpunkt am 28. September 2013: „Jugend und trans-kulturelles Erlebnis“


Vortrag mit Diskussion: Demokratie auf dem Prüfstand

Demokratie auf dem PrüfstandDemokratie auf dem Prüfstand:
Staatsbürgerschaft im Einwanderungsland Österreich
Donnerstag, 19. September 2013, 19.30 Uhr, Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck

Mit der Staatsbürgerschaft wird festgelegt, wer als Mitglied eines modernen politischen Gemeinwesens gilt. Ihr Besitz oder Nicht-Besitz entscheidet über das Recht auf volle politische Mitsprache und über die Gültigkeit des rechtlichen Gleichheitsversprechens. Das ist der Grund, warum Erwerb und Verlust der Staatsbürgerschaft einer Demokratie auch demokratischen Ansprüchen genügen müssen.

Ein Blick auf das österreichische Staatsbürgerschaftsrecht zeigt, dass diese demokratischen Ansprüche hier nur sehr mangelhaft verwirklicht sind. Auch nach der Novelle des heurigen Jahres bleibt das österreichische Staatsbürgerschaftsrecht eines der restriktivsten Europas. Im Zusammenspiel mit dem Wahlrecht schließt es einen immer größer werdenden Teil der Bevölkerung – Menschen mit Migrationsgeschichten und deren oft schon in Österreich geborene Kinder – dauerhaft von politischer Mitsprache aus und produziert so ein wachsendes demokratisches Defizit.

Referent: Mag. Gerd Valchars (Politikwissenschafter mit den Forschungsschwerpunkten Österreichische Regimelehre, Citizenship und Migrationsforschung. Lektor am Institut für Staatswissenschaft der Universität Wien und Österreich-Länderexperte des EUDO Observatory on Citizenship am Europäischen Hochschulinstitut Florenz).

Begrüßungsworte: Landesrätin Dr. Christine Baur

Moderation: Dr. Gerhard Hetfleisch (ZeMit – Zentrum für MigrantInnen in Tirol)

Eine Veranstaltung der Initiative Minderheiten gemeinsam mit dem Fachreferat Interkultureller und Interreligiöser Dialog und ZeMiT – Zentrum für MigrantInnen in Tirol.


Bildung und Kultur für alle!

Treffpunkt Stadt Innsbruck: Bildung und Kultur für alle!
Freitag, 4. Oktober, 14.00 bis 17.00 Uhr
Besuch der Ausstellung „Dreck“ im Tiroler Volkskunstmuseum
Freitag, 18. Oktober, 14.00 bis 17.00 Uhr Besuch der Ausstellung „Datazone. World in Progress“ von Philippe Chancel im BTV Fokus für zeitgenössische internationale Fotokunst
Freitag, 22. November, 14.00 bis 17.00 Uhr
Besuch der Stadtbücherei Innsbruck mit einer Bibliotheksführung und einem kostenlosen Jahresabo.
Treffpunkt an jedem Freitag um 14.00 Uhr: FLUCHTpunkt & Initiative Minderheiten, Jahnstraße 17, Innsbruck
Kursleitung: Katerina Haller (tätig im künstlerisch-kreativen Bereich), Frauke Schacht (tätig im Bereich der Vermittlung von Deutschkenntnissen).

Die Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten von Menschen mit und ohne Migrationsgeschichten sind in einer Gesellschaft, die von Exklusion, Separatismus und Gettoisierung und vielen Barrieren in Bezug auf die Teilhabe an Gesellschaft, Kultur und Bildung gekennzeichnet ist, von großer Bedeutung für gelingende Integrationsprozesse. Mit dem Projekt „Treffpunkt Stadt Innsbruck“ sollten Begegnungsmöglichkeiten, Kontakte und Austausch mit Menschen der österreichischen Mehrheitsgesellschaft, oft verbunden mit dem Wunsch nach verbessertem Spracherwerb, geschaffen werden. Mit diesem Begegnungsraum für Menschen mit und ohne Migrations- und Fluchtgeschichten verbunden war auch über Besuche kultureller Ereignisse und Orte in Innsbruck eine inhaltliche Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Themen. Der gemeinsam organisierte, möglichst niederschwellige Besuch von Kultur- und Bildungsangeboten der Stadt Innsbruck hatte auch zum Ziel, Orte in der Stadt – gemeinsam und angeleitet – nachhaltig zugänglich zu machen und damit Zugangsbarrieren für Menschen mit Migrationsgeschichten abzubauen.

Abgesehen von den gemeinsam gestalteten Terminen fanden zahlreiche Einzelbegeleitungen und Informationsgespräche insbesondere über Kulturangebote und über den Kulturpass – Hunger auf Kunst und Kultur statt: Um auch finanzielle Barrieren für kulturelle Teilhabe abzubauen, wurde vom Kooperationspartner Fluchtpunkt TeilnehmerInnen dieses Angebotes der Tiroler „Kulturpass“ ausgestellt, der einen kostenlosen Besuch zahlreicher kultureller Veranstaltungsorte in Innsbruck ermöglicht.

Das Projekt wird im ersten Halbjahr 2014 fortgesetzt.
Ein Projekt von Initiative Minderheiten in Kooperation mit FLUCHTpunkt. Hilfe – Beratung – Intervention für Flüchtlinge.


Vortrag, ZeitzeugInnenberichte, Diskussion, Ausstellung

Flüchtlinge aus Ungarn in Tirol, Eine europaweit beispielhafte und (fast) vergessene HilfsaktionVortrag, Diskussion, Ausstellung:
Flüchtlinge aus Ungarn in Tirol, Eine europaweit beispielhafte und (fast) vergessene Hilfsaktion
Mittwoch, 16. Oktober 2013, 19.30 Uhr, Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck

Seit den 1990er-Jahren sind Flüchtlinge, die nach Österreich kommen, mit einer restriktiven Flüchtlingspolitik und mit vielen Vorurteilen konfrontiert. Flüchtlinge waren – je nach politischen Verhältnissen – aber nicht immer unerwünscht: Im Jahr 1956 als Folge des ungarischen Aufstandes entstand in Innsbruck eine europaweit beispielgebende Hilfsaktion für ungarische Kinder und Jugendliche, die großteils ohne Eltern auf der Flucht waren. Georg Szentkereszty war – damals als Mitglied des Jesuitenordens – maßgeblich an dieser Initiative beteiligt. 120 Familien aus Tirol konnten dafür gewonnen werden, Jugendliche bei sich zuhause aufzunehmen. Auch viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens haben sich über mehrere Jahre hinweg in Form von Vereinen und als Privatpersonen für das Wohlergehen dieser Kinder und Jugendlichen engagiert.

Georg Szentkereszty berichtete in einem Vortrag über diese Ereignisse. Anschließend erzählte u.a. Gabriella Schenk (Volksschuldirektorin i. R., damals als Schülerin von dieser Hilfsaktion unterstützt) über diese Zeit.

Abschließendes Statement zur aktuellen Situation von Flüchtlingen in Tirol: Herbert Auderer (Fluchtpunkt. Hilfe – Beratung – Intervention für Flüchtlinge)
Referent: Dr. Georg Szentkereszty:
1930 geb. in Kalocsa (Mittelungarn), 1949 aus politischen Gründen Flucht nach Österreich. Er lebt seit 1955 in Innsbruck.
Moderation: Mag. Alejandro Boucabeille: Dissertant am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck

Rahmenprogramm:
Ausstellung über Flüchtlinge aus Ungarn in Tirol

Einführende Worte von Beatrix Hanák: 1945 Flucht aus Ungarn, Universitätsbibliothekarin in Innsbruck i.R., damals Lehrerin am Ungarischen Realgymnasium in Innsbruck.

Die Ausstellung war bis Mittwoch, 30. Oktober 2013 zu sehen (Mo-Fr 9.00-17.00, Sa 9.00-15.00, So geschlossen).

Eine gemeinsame Veranstaltung der Initiative Minderheiten Tirol mit dem Fachreferat für Kirche, Arbeit und Wirtschaft (Haus der Begegnung) und dem Verband Ungarischer Studenten und Akademiker Innsbruck.


Kooperationsveranstaltung: Vortrag und Diskussion mit Elias Bierdel: Europa – hart an der Grenze

Vortrag und Diskussion mit Elias Bierdel: Europa – hart an der GrenzeVortrag und Diskussion mit Elias Bierdel: Europa – hart an der Grenze
Dienstag, 5. November 2013, 19.30 Uhr, Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck

Täglich gibt es neue Nachrichten von den Grenzen Europas: Menschen flüchten nach Europa und scheitern… an der Wüste, am Mittelmeer, an den Transportmöglichkeiten, an den Grenzbehörden, an polizeilichen Kontrollen. Und am Europäischen Migrationsregime.

Ausgehend von eigenen Erfahrungen an Bord des deutschen Hilfsschiffs „Cap Anamur“, dem im Juni 2004 die Rettung von 37 afrikanischen Schiffbrüchigen gelang, nahm Bierdel das Publikum mit auf eine Reise an die Ränder Europas, wo im Dienste vermeintlicher „Sicherheitsinteressen“ ein Menschenleben für die Strategen der Abwehr oft nicht mehr zählt. Dabei stand vor allem die fragwürdige „Grenzsicherung“ auf See mit ihren tausenden, anonymen Opfern im Mittelpunkt. Aber auch die hochgerüsteten Zäune um Ceuta und Melilla – der spanischen Enklaven in Marokko – das Elend der Abschiebelager und die eskalierende Gewalt an den Land-Grenzen wurden geschildert.

Referent: Elias Bierdel: Autor, Journalist, Menschenrechts-Aktivist, Gründer der Organisation „borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen e.V.“, Experte für Migration und Grenz- Management am Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ÖSFK)

Eine gemeinsame Veranstaltung von Caritas Integrationshaus, Diakonie Flüchtlingsdienst, FLUCHTpunkt, Haus der Begegnung, Initiative Minderheiten Tirol, Innovia –Wege zur Chancengleichheit, Pax Christi Tirol und Plattform Rechtsberatung.


Workshop in Kooperation mit der Universität Innsbruck

Methodenworkshop: Kritische Diskursanalyse (KDA)
Schwerpunkt: Rassismusforschung
Montag, 18. November 2013, 10:00 bis 16:00 Uhr, SOWI, SR 3, Universitätsstr. 15, Innsbruck

In den letzten Jahren haben Diskursanalysen verstärkt Einzug in das Methodeninventar der Gesellschafts- und Geisteswissenschaften gefunden und sind auf dem besten Wege sich zu etablieren. Die Kritische Diskursanalyse (KDA) ist der von Michel Foucaults Schriften inspirierten Tradition verpflichtet. In dem Workshop wurde daher das methodologische Fundament der KDA aufgezeigt, in dem den Grundbegriffen nachgegangen wurde. An dieser Stelle ließ sich zeigen, was die KDA von anderen Ansätzen unterscheidet und was ihren spezifischen Erkenntnishorizont ausmacht. Anhand eines konkreten Forschungsprojektes wurden dann die methodischen Grundlagen der Analysepraxis der KDA skizziert und am Material erörtert. Neben diesen methodologischen und methodischen Grundlagen zeichnet die KDA aus, dass sie auch für eine kritische Mediennutzung und für Impulse aus dem Bildungs- und Kulturbereich sehr gut verwendbar ist. Denn gefragt wird mit der KDA auch nach gesellschaftlichen Konstruktionsprozessen von Deutungen und „Identitäten“.

Von der Buchhandlung liber wiederin wurde für diesen Workshop ein Büchertisch zur Kritischen Diskursanalyse und zu den Publikationen von Margarete und Siegfried Jäger bereitgestellt.

Workshopleitung:
MA Regina Wamper:
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) und BMBF-Promotionsstipendiatin. Sie forscht diskursanalytisch zur extremen Rechten, zu Geschlechterverhältnissen, Antisemitismus und Rassismus.

Dipl.-Soz.Wiss. Jens Zimmermann: wissenschaftlicher Mitarbeiter am Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) und BMBF-Promotionsstipendiat. Er lehrt qualitative Methoden an der Universität Duisburg-Essen und arbeitet aktuell zu sozialen Bewegungen und gesellschaftlichen Naturverhältnissen.
Eine Veranstaltung der Initiative Minderheiten in Kooperation mit der Universität Innsbruck, Interfakultäre Forschungsplattform Geschlechterforschung: Identitäten – Diskurse – Transformationen und Büro für Gleichstellung und Gender Studies.


Tiroler Landesenquete Beteiligung der Initiative Minderheiten

Tiroler Landesenquete  "Wer MACHT Meinung – Medien und Integration"Wer MACHT Meinung – Medien und Integration
4. Tiroler Integrationsenquete, 3. Integrationstagung der Europaregion Tirol – Südtirol – Trentino
Dienstag, 19. November 2013, 9.30 bis 18.00 Uhr, Innsbruck, Landhaus 1, Eduard-Wallnöfer-Platz 3, Großer Saal

Die Grundhaltung der Bevölkerung, ihre Offenheit gegenüber Neuem ist zentral, um Fortschritte bei der Integration MIT Zugewanderten zu erzielen. Gerade bei einem emotionalisierten Thema wie Integration ist besonders bedeutsam, wer die öffentliche Meinung beeinflusst: die Medien, die Politik, der Stammtisch, die Wissenschaft, die Polizei? Die Rolle der Medien in diesem Feld ist unübersehbar – gleichzeitig wirken aber auch auf sie Rahmenbedingungen ein. PolitikerInnen erwarten eine Weitergabe ihrer Positionen, KonsumentInnen eine interessante Berichterstattung – oft ist die Bestärkung von Klischees dabei wichtiger als sachliche Genauigkeit. IntegrationsakteurInnen wollen aber genau diese sachliche Information und Öffentlichkeit für ihre Projekte und Anliegen. Für JournalistInnen zählen wiederum spannende Geschichten. In diesem Spannungsfeld können nicht alle Erwartungen erfüllt werden.

Die Enquete informierte AkteurInnen im Bereich der Medien und der Integration darüber, wie mediale Berichterstattung wirkt. Rechtliche und ethische Rahmenbedingungen sowie Möglichkeiten eines verantwortungsvollen Umgangs werden ebenfalls thematisiert. In Gesprächskreisen zwischen MedienmacherInnen und Menschen, die im Bereich Integration tätig sind, sollten jeweilige Rahmenbedingungen, Anliegen und Zugänge geklärt und Möglichkeiten einer konstruktiven Zusammenarbeit gefunden werden.

Programm im Überblick:
9:30 Uhr: Begrüßung und Einführung
10:00 Uhr: Einwanderung, Rassismus und die Medien
Dipl. Soz.-Wiss. Jens Zimmermann und MA Regina Wamper, Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung
12:00 Uhr: Rechtliche Rahmenbedingungen und ethische Standards

Der Österreichische Presserat und seine Regeln gegen Diskriminierungen: Prof. Paul Vécsei, Mitglied des Presserates, leitender Redakteur der Wiener Zeitung

Zu den rechtlichen Rahmenbedingungen aus der Sicht der Medien: Dr. Simon Tonini, Medienanwalt

Carta di Roma – eine Vereinbarung der Italienischen Journalistenkammer und des Presserates über sachliche Berichterstattung im Bereich Flucht und Migration: Enrico Paissan, Mitglied des Rats der italienischen Journalistenkammer

Wir sind viele. Wir sind Vielfalt – zur Diversitätskompetenz in einem großen Medienunternehmen
Dr. Gualtiero Zambonini, Integrationsbeauftragter des Westdeutschen Rundfunks
15:00 Uhr: Gesprächskreise

  • Bilder und Klischees in Werbung und Berichterstattung
  • MigrantInnen in der Kriminalitätsberichterstattung
  • JournalistInnen mit Migrationsgeschichten in den Standardmedien
  • Richtlinien und ethische Standards in den Medien

17.00 Uhr: Podiumsdiskussion: Zukunftsperspektiven – zur Rolle der Medien im Integrationsprozess
LRin Dr.in Christine Baur, StR Mag. Gerhard Fritz, Christoph Sailer (Chefredakteur ORF Tirol), Luis Vahrner (Chefredakteur Tiroler Tageszeitung), Sieghard Krabichler (Chefredakteur Bezirksblätter Tirol), Enrico Paissan (Rat der italienischen Journalistenkammer) und Köksal Baltaci (Redakteur bei „Die Presse“, Gewinner des Journalistenpreises Integration 2013)

Moderation: Dr. Benedikt Sauer, Journalist und Buchautor, Innsbruck-Bozen

Eine gemeinsame Veranstaltung von: EVTZ Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino; Land Tirol, JUFF-Fachbereich Integration; Stadt Innsbruck, MA III – Stadtplanung, Stadtentwicklung und Integration; Tiroler Integrationsforum; Haus der Begegnung und Initiative Minderheiten Tirol in Kooperation mit ORF-Landesstudio Tirol; Tiroler Tageszeitung und Bezirksblätter Tirol.


Filmvorführung, Werkpräsentation und Künstlergespräch

Alfred UllrichGeschichte und Gegenwart der Sinti im Spiegel der Kunst
Der Sinto-Künstler Alfred Ullrich und seine Schwester Lilly Habelsberger im Gespräch
Freitag, 22. November, 19.00 Uhr, Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck
Filmabend mit Diskussion: „Ein Lied, dessen Worte ich längst vergessen habe“

Mit dem Film „Ein Lied, dessen Worte ich längst vergessen habe“ (2003, 32 Min., Regie: Lilly Habelsberger) setzte sich Lilly Habelsberger mit der Geschichte ihrer Mutter auseinander. Lilly Habelsberger über den Film: „Der Film beschreibt die versteinerte Gefühlswelt meiner Mutter, die auf einer familiären Unterdrückung und der langen Jahre im Konzentrationslager basiert. Er stellt den Prozess der Befreiung der Kinder und Kindeskinder aus kollektiven und familiären Bindungsmustern der Zigeuner dar. Auch wird der Schatten des Konzentrationslagers dargestellt. In dieser Angstwelt war ich jahrzehntelang gefangen.“ Im Gespräch mit Lilly Habelsberger wurden die Auswirkungen nationalsozialistischer Verfolgung auf Überlebende, die Nachwirkungen auf die nächste Generation und deren Umgang mit dieser Geschichte thematisiert.

Werkpräsentation und Künstlergespräch mit Alfred Ullrich: Die Kunst der Auseinandersetzung mit eigenen Traditionen UND Fremdbildern

Der in Deutschland lebende Sinto-Künstler Alfred Ullrich, der Bruder von Lilly Habelsberger, gehört zu jener Generation von Roma-KünstlerInnen, die sich mit den eigenen Traditionen und Fremdbildern künstlerisch auseinandersetzen. Sein Schaffen ist geprägt von seiner Zugehörigkeit zu dieser Minderheit. Er wurde u.a. mit seiner Teilnahme an der 54. Biennale Venedig 2011 im 2. Roma Pavillon international bekannt. Alfred Ullrich stellte mit einer Bilddokumentation sein künstlerisches Schaffen vor und stand anschließend für ein Gespräch zur Verfügung.

ReferentInnen: Lilly Habelsberger, Regisseurin, Wien, Alfred Ullrich, Grafiker, Video- und Aktionskünstler, München

Einführung: Dr.in Beate Eder-Jordan, Universitätsassistentin an der Innsbrucker Vergleichenden Literaturwissenschaft, Institut für Sprachen und Literaturen

Eine Veranstaltung der Initiative Minderheiten in Kooperation mit dem Fachreferat Interreligiöser und Interkultureller Dialog – Haus der Begegnung.


Künstlerisch-kreative Workshops für Kinder und Jugendliche

Workshop für Kinder und Jugendliche mit dem Künstler Alfred Ullrich

Alfred UllrichDie Technik der Kaltnadelradierung
Samstag, 23. November 2013, Kunschtschule für Kinder und Jugendliche in der Bäckerei, Dreiheiligenstraße 21a, Innsbruck
Workshop 1: 10.00-12.30 Uhr, Workshop 2: 14.00-16.30 Uhr

Gemeinsam wurden die Möglichkeiten der Technik der Kaltnadelradierung erkundet: Wir ritzen, schleifen, schaben usw. auf Kunststoffplatten und drucken diese Ergebnisse auf Büttenpapier. Es konnte konventionell, aber auch experimentell gearbeitet werden. Arbeitswerkzeug wurde gestellt.

Aus diesen Workshops entstand später von der Kunschtschule der Katalog „Sakul, Amles und Einoel. Bilder von Kindern und Jugendlichen in der Technik der Kaltnadelradierung“.

Workshopleitung: Alfred Ullrich: Grafiker, Video- und Aktionskünstler, geb. 1948 in Schwabmünchen/Bayern, lebt und arbeitet in Dachau. Der Sinto-Künstler Alfred Ullrich wurde u.a. mit seiner Teilnahme an der 54. Biennale Venedig 2011 im 2. Roma Pavillon international bekannt.

Eine Veranstaltung der Initiative Minderheiten in Kooperation mit der Kunschtschule für Kinder und Jugendliche.


Workshop für MultiplikatorInnen

Workshop zu Antiziganismus
Montag, 2. Dezember 2013, 17.00 bis 20.00 Uhr
Zentrum für Jugendarbeit z6, Dreiheiligenstraße 9, Innsbruck

Roma haben in Europa einen einmaligen Status. Obwohl seit etwa zwei Jahrhunderten ansässig und auch Bestand der europäischen Kultur, werden sie bis heute aus der Gesellschaft ausgegrenzt. Eine jahrhundertelange Diskriminierungs- und Verfolgungsgeschichte besteht bis heute, ihren Höhepunkt erreichte sie in der Zeit des zweiten Weltkrieges. Antiziganismus bzw. Feindlichkeit gegenüber Roma ist noch immer in Europa weit verbreitet.

Der thematische Schwerpunkt des Workshops lag bei der Einschätzung der sozialen Situation der Roma in ausgewählten europäischen Ländern und auch bei der Situation von Roma hier in Tirol. Der Workshop richtete sich speziell an Menschen, die mit Jugendlichen arbeiten (MitarbeiterInnen im Jugendbereich, LehrerInnen …) und diente zur Vermittlung von mehr Verständnis und politischen Hintergrundinformationen, um Handlungsfähigkeit und -kompetenzen zu erweitern.

Ziele und Inhalte:

  • Vermittlung von Hintergrundinformationen zu Geschichte und aktueller Situation von Roma in Europa und Sensibilisierung in Bezug auf Antiziganismus
  • Vermittlung von mehr Verständnis für die Komplexität von Migrationsgeschichten anhand biographischer Zugänge
  • Stärkung des Selbstbewusstseins und Empowerment von Menschen mit Migrationsgeschichten, insbesondere aus einem Roma-Kontext
  • Unterstützung vielschichtiger Identitätsprozesse

Das Workshopangebot war eine Kombination aus Vortrag und Input, Filmvorführung, gemeinsamer Diskussion und Gruppenarbeit.

Leitung: DSA Andrea Cater Sax und B.A. Patrizia Dorn, Sozialarbeiterinnen im Integrationshaus Innsbruck.
Eine Veranstaltung der Initiative Minderheiten Tirol in Kooperation mit dem Zentrum für Jugendarbeit z6 und Integrationshaus Innsbruck.


Musikalischer Workshop für Jugendliche

Musikalischer Workshop für Jugendliche mit der Balkan Fratelli BandMusikalischer Workshop für Jugendliche mit der Balkan Fratelli Band
Freitag, 6. Dezember 2013, 19.00 bis 22.00 Uhr, Zentrum für Jugendarbeit z6, Dreiheiligenstraße 9, Innsbruck

Jugendliche waren bei diesem Workshop nicht nur eingeladen zum Mit-Musizieren, sondern auch zum Erzählen, Nachdenken und Ausprobieren. Die Balkan Fratelli Band verwendet ihre eigene eigene Musik und ihre Musik-Biographien als Instrument, um einen interaktiven Austausch zu fördern. Dabei wurden auch Lebensgeschichten anhand von zwei Leitmotiven erzählt: Musik und Kultur. Welche Rolle hat Musik in unterschiedlichen Lebensphasen gespielt? Was für Musik? Was für eine „Kultur“ verbinde ich mit dieser Musik? Erzählend und spielend wurden die Jugendlichen zum Experimentieren und zum Singen ihrer eigenen Songs ermutigt.

Über die Balkan Fratelli Band:
Unsere Spezialität ist die Musik der Gypsies – Roma Musik in feinster Manier. Die Band spielt Tanzmusik mit orientalischer Note, einen Mix aus Balkan Grooves und Orient Melodien. Die Musiker selbst stammen aus verschiedenen Teilen Balkans (Serbien, Bosnien, Bugarien) und haben diese Musik bereits von klein auf inhaliert.
Besetzung: Bobby Radosavljević – Violine, Leli Stanojević – Keyboard, Emir Handžo – Percussion, Berti Radu – Vocal. facebook.com/balkanfratelli

Eine Veranstaltung der Initiative Minderheiten in Kooperation mit dem Zentrum für Jugendarbeit z6 und dem Caritas-Integrationshaus Innsbruck.


Workshop für Jugendliche: Geschichte, Kultur und Sprache der Jenischen

Workshop für Jugendliche: Geschichte, Kultur und Sprache der Jenischen
Freitag, 13. Dezember 2013, 15:00 bis 19:00 Uhr, Initiative Minderheiten, Jahnstraße 17, Innsbruck

Die Sprachwissenschafterin Heidi Schleich hat sich intensiv mit der jenischen Sprache auseinandergesetzt und dazu publiziert. Gemeinsam mit der jenischen Autorin Sieglinde Schauer-Glatz, die u.a. Gedichte schreibt und aus ihren eigenen Lebenserfahrungen berichtet, sollen zukünftig verstärkt jenische Kultur, Sprache und Lebensweise speziell für Jugendliche zugänglich gemacht werden. Von Heidi Schleich und Sieglinde Schauer-Glatz wurden daher inhaltlich-konzeptionell und methodisch-didaktisch drei Module zu Geschichte, Sprache und Kultur der Jenischen entwickelt, die zukünftig flexibel in der Bildungs- und Kulturarbeit mit Schulklassen und Jugendzentren – je nach den Wünschen der Lehrpersonen – angeboten werden sollen. Die Erfahrungen aus dem Workshop am 13. Dezember mit Jugendlichen ab 15 Jahren wurden in die Konzeption der Module eingearbeitet.

Workshopleitung: Mag. Heidrun Schleich (Sprachwissenschafterin), Sieglinde Schauer-Glatz (Jenische Autorin)


Interreligiöse Begegnungen & Konzert

Transkulturelles Weihnachtskonzert
14. Dezember 2013, ab 18:00 Uhr, Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck

Das traditionelle Weihnachtskonzert der von der Initiative Minderheiten unterstützen Gemeinschaft Afrikanisch-Österreichischer Katholiken und fand gemeinsam mit anderen Chören unter dem Motto „Einheit in Vielfalt“ im Haus der Begegnung statt. Die Gemeinschaft Afrikanisch-Österreichischer Katholiken (GAÖK) wurde von Daniel N. Dratele, Mitarbeiter der Initiative Minderheiten, gemeinsam mit FreundenInnen im September 2009 nach langwierigen Verhandlungen mit der Diözese initiiert und ist aus dem Afrika-Schwerpunkt der Initiative Minderheiten Tirol hervorgegangen.


Sonstige Aktivitäten und langfristige Projekte

  • Kontinuierliche Mitarbeit im Tiroler Integrationsforum und Teilnahme am Integrationsbeirat des Landes Tirol
  • Laufende Unterstützung von migrantischen Kulturinitiativen / Selbstorganisierungen
  • Beteiligung am Fest der Vielfalt der Stadt Innsbruck am Marktplatz – so bunt und lebendig ist Innsbruck, Freitag, 7. Juni, Samstag, 8. Juni, Sonntag, 9. Juni
  • Ab Herbst 2013: Vernetzungstätigkeiten mit migrantischen Frauen, die sich für Frauenrechte einsetzen – Gemeinsame Veranstaltungspanungen für 2014
  • Langfristig angelegtes Filmprojekt mit dem Regisseur Daniel Pöhacker: Aufnahmen zu Geschichte, Kultur und Lebensweise der Jenischen sowie zum minoritären Kunst- und Kulturschaffen
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