Lesung mit Luminiţa Mihai Cioabă

Lum45368iniţa Mihai Cioabă, Präsidentin der Roma-Kulturorganisation „Ion Cioabă Foundation“ und bekannteste rumänische Roma-Autorin, veröffentlichte Prosatexte und mehrere viersprachige Gedichtbände (Romanes, Rumänisch, Deutsch und Englisch). In ihrem Film „Romane Iasfa“ („Zigeunertränen“) thematisiert sie ein totgeschwiegenes Kapitel der Zeitgeschichte: den Genozid an den Roma in Transnistrien.

Für ihre literarische Arbeit erhielt Mihai Cioabă zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Als Mitglied einer traditionellen Roma-Gruppe und als Tochter des bulibaša (Oberhaupt einer Roma-Gemeinschaft) Ion Cioabă war es für Luminiţa Mihai Cioabă schwierig, schriftstellerisch tätig zu werden.

„Unsere Sitten fordern von der Romni – erst recht von der Tochter des großen Bulibassen – das unterwürfige Weib mit langem Rock und Münzen im Haar. Das ist Tradition, das sind unsere selbstauferlegten Fesseln. Für unsere Mentalität ist Gleichberechtigung überhaupt noch nicht denkbar. Deshalb findet meine Arbeit auch wenig Verständnis. Eine schreibende Zigeunerin, das geht vielen zu weit.“ (zit. nach Franz Remmel: Die Roma Rumäniens. Volk ohne Hinterland. Wien 1993, S. 233).

Luminiţa Mihai Cioabă liest Gedichte auf Romanes und Rumänisch, Minu Ghedina (Bildende Künstlerin und Schauspielerin) liest auf Deutsch.

Moderation und Gespräch mit der Schriftstellerin: Beate Eder-Jordan: Vergleichende Literaturwissenschaft, Universität Innsbruck

Eine Veranstaltung der Initiative Minderheiten Tirol (www.minorities.at) in Kooperation mit AEP – Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft (www.aep.at) und Vinzenzgemeinschaft Waldhüttl (www.waldhuettl.at).
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